Die dynamischen Ausschläge der globalen Kapitalmärkte und - für alle noch viel spürbarer - veränderte Risikosituationen durch den nun auch wissenschaftlich belegten Klimawandel halten das Geschäft mit dem Risiko nachhaltig in Bewegung.
Die Rolle der Rückversicherung wird innerhalb dieses Marktgefüges aus internen und externen Faktoren und durch die aktuellen Themen wie z.B. Solvency II und umfassende, integrierte Risikosteuerungssysteme weiter an Bedeutung gewinnen.
Zum einen getrieben durch die Konkurrenz um eine dann womöglich teurer werdende Kapitalausstattung, andererseits aber ganz pragmatisch durch die enorm steigenden Berichterstattungszwänge in der Versicherungsindustrie. Das betrifft hier Erst- wie Rückversicherer gleichermaßen.

Verkürzte Informationszyklen und erhöhte Detailierungsgrade zwingen die Marktteilnehmer zu einer (endlich!) stärkeren Integration der Informations- und Werteflüsse. Was mit Rinet vor vielen Jahren begann, in der Zwischenzeit aufgrund politischer Eitelkeiten wieder bei vielen Gesellschaften in der Versenkung verschwand, wird jetzt wieder brandaktuell: Standards, die eine elektronische Informationsvermittlung im großen Stil und global ermöglichen.

Die Auswirkung auf die Projektlandschaft in vielen Gesellschaften ist beträchtlich: fehlen doch vielerorts die Werkzeuge und oftmals schlicht eine brauchbare Datenbasis, um diese Anforderungen umzusetzten.
Bilaterale Integrationsprojekte werden nur begrenzt Erfolg haben - am Ende ist nur ein globaler Standard ist tragfähig. Vergleichen Sie es einfach mit dem Internet und dem TCP/IP-Protokoll.Die hier beschriebene Beschleunigung der Werteflüsse innherhalb und zwischen den Unternehmen ist natürlich nur die eine Seite der Medaille: auf der anderen stehen Koordination von Plan- und Ist-Sichten sowie Integration aller relevanten Informationen über geignete Management-Informations-Prozesse in ein verläßliches Werkzeug zum ganzheitlichen Controlling.